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TESCH Politische Kommunikation und Public Relations

Selbsttest

Krisenkommunikation

Wie ist Ihre Organisation auf eine kommunikative Krisensituation vorbereitet?

Der strukturierte Selbsttest hilft dabei, den Reifegrad der eigenen Vorbereitung auf kommunikative Krisensituationen einzuschätzen. Er ersetzt keine Krisenübung, Auditierung oder Lageanalyse, kann jedoch prioritäre Handlungsfelder sichtbar machen.

Das Ergebnis ist der Krisenvorsorgeindex (Crisis Readiness Index, CRI). Die Auswertung erfolgt direkt beim Ausfüllen; Ihre Antworten werden ausschließlich anonym und ohne Personenbezug statistisch ausgewertet.

So funktioniert der Selbsttest

  • Beantworten Sie jede Frage anhand des gegenwärtigen Zustands Ihrer Organisation.
  • Bewerten Sie nicht nur, ob eine Regelung oder ein Dokument existiert, sondern ob es aktuell, bekannt, zugänglich und praktisch belastbar ist.
  • Berücksichtigen Sie auch Vertretungsfälle, Zeitdruck, unvollständige Informationen und einen möglichen Ausfall etablierter Kommunikationswege.

Antwortmöglichkeiten

2 PunkteJa, vollständig geregelt, dokumentiert und regelmäßig erprobt
1 PunktTeilweise vorhanden oder nur informell geregelt
0 PunkteNein, nicht vorhanden oder nicht belastbar einschätzbar
N. z.Nicht zutreffend, diese Frage geht nicht in die Wertung ein

1. Führung und Steuerung0 von 6

1Gibt es ein gemeinsames Verständnis der Geschäftsleitung darüber, welche Ereignisse als kommunikative Krise einzustufen sind?
2Sind Krisenkommunikation, operatives Krisenmanagement, Recht, IT-Sicherheit, Personal und Fachbereiche in einem abgestimmten Vorgehen verbunden?
3Ist eindeutig festgelegt, wer eine Krise ausrufen darf und wer die Kommunikation strategisch steuert?
4Sind Entscheidungswege auch dann funktionsfähig, wenn zentrale Führungskräfte kurzfristig nicht erreichbar sind?
5Gibt es für Krisensituationen klar geregelte Freigabeprozesse, die schnell genug sind, ohne rechtliche, regulatorische oder reputative Risiken zu übersehen?
6Sind Rolle, Mandat und Entscheidungsbefugnisse eines Krisenstabs schriftlich festgelegt und den Beteiligten bekannt?

2. Risiko- und Szenariovorbereitung0 von 6

7Liegt eine aktuelle Bewertung der Risiken vor, die für Reputation, Vertrauen, Geschäftsbetrieb und öffentliche Wahrnehmung relevant sind?
8Berücksichtigt diese Bewertung auch kommunikative Auslöser wie Cyberangriffe, Datenabflüsse, Versorgungsstörungen, Fehlverhalten, Personalvorfälle, regulatorische Konflikte oder Kritik in sozialen Medien?
9Haben Sie für die wichtigsten Risiken realistische Krisenszenarien mit möglichen Eskalationsstufen entwickelt?
10Ist für jedes prioritäre Szenario nachvollziehbar, welche Fakten zu Beginn voraussichtlich fehlen, umstritten oder besonders sensibel sein werden?
11Haben Sie festgelegt, anhand welcher Signale aus einem operativen Problem eine öffentliche, politische oder mediale Krise werden kann?
12Werden Medien, soziale Netzwerke, Stakeholder-Rückmeldungen und politische Debatten systematisch beobachtet, um frühe Warnzeichen zu erkennen?

3. Kommunikationsfähigkeit im Ernstfall0 von 9

13Verfügen Sie über ein aktuelles Krisenkommunikationshandbuch, das im Ernstfall kurzfristig digital und unabhängig vom Bürostandort verfügbar ist?
14Enthält dieses Handbuch praxistaugliche Abläufe für die ersten 60 Minuten, die ersten 24 Stunden und die folgenden Tage einer Krise?
15Ist geregelt, wie gesicherte Fakten, offene Fragen, Annahmen und falsche Informationen voneinander getrennt und fortlaufend aktualisiert werden?
16Können Sie innerhalb kurzer Zeit eine erste belastbare Stellungnahme formulieren, auch wenn die Sachlage noch nicht vollständig geklärt ist?
17Sind Sprecher benannt, fachlich vorbereitet und für kritische Interviews, Live-Formate sowie dynamische digitale Debatten trainiert?
18Gibt es Stellvertreter für alle kritischen Kommunikationsrollen, einschließlich Leitung, Pressesprecher, Social Media, Stakeholder-Kommunikation und Dokumentation?
19Sind interne Kommunikationskanäle so vorbereitet, dass Mitarbeiter verlässlich, zeitnah und vor externen Gerüchten informiert werden können?
20Können Ihre wichtigsten Kommunikationskanäle auch bei IT-Ausfall, Cybervorfall, Überlastung oder eingeschränkter Erreichbarkeit genutzt werden?
21Stehen im Krisenfall ausreichend personelle und technische Ressourcen zur Verfügung, um die externe und interne Kommunikation auch bei hohem Anfrageaufkommen, längerer Krisendauer oder parallelen Kommunikationskanälen zuverlässig zu gewährleisten?

4. Stakeholder und öffentliche Erwartungen0 von 6

22Haben Sie für Krisenfälle eine priorisierte Stakeholder-Landkarte, die neben Mitarbeitern und Kunden auch Behörden, Politik, Partner, Lieferanten, Investoren, Verbände, lokale Öffentlichkeit und kritische Multiplikatoren berücksichtigt?
23Ist für die wichtigsten Anspruchsgruppen festgelegt, wer sie wann, über welchen Kanal und mit welchen Kerninformationen anspricht?
24Wissen Sie, welche Erwartungen Behörden, Aufsicht, Politik oder andere institutionelle Akteure im Krisenfall an Ihre Informationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit stellen?
25Sind für wiederkehrende Krisenszenarien belastbare Kommunikationslinien vorbereitet, ohne dass diese unflexibel oder schematisch wirken?
26Haben Sie einen Prozess, um Fragen, Beschwerden, Falschinformationen und Kritik aus Medien, sozialen Netzwerken und direkten Stakeholder-Kontakten zu erfassen und zu priorisieren?
27Ist geklärt, wie Sie bei widersprüchlichen Erwartungen von Öffentlichkeit, Kunden, Behörden, Mitarbeitern und Medien konsistent kommunizieren?

5. Übung, Belastbarkeit und Lernen0 von 4

28Haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten eine realitätsnahe Krisenübung durchgeführt, in der Kommunikation, Entscheidungen und operative Lageentwicklung gemeinsam getestet wurden?
29Wurden dabei auch unangenehme Bedingungen simuliert, etwa Zeitdruck, unvollständige Fakten, Medienanfragen, Kritik in sozialen Netzwerken, interne Informationslecks oder Ausfall zentraler Personen?
30Werden aus Übungen und tatsächlichen Vorfällen konkrete Verbesserungsmaßnahmen mit Verantwortlichen, Fristen und einer überprüfbaren Umsetzung abgeleitet?
31Wird Ihre Krisenkommunikationsfähigkeit in regelmäßigen Abständen durch einen unabhängigen Blick überprüft, der Betriebsblindheit, unrealistische Annahmen und unerkannte Schnittstellenprobleme aufdecken kann?

Ihr Krisenvorsorgeindex

0 von 31 Fragen beantwortet

%
Beantworten Sie die Fragen – die Auswertung erscheint hier, sobald die erste Frage beantwortet ist.

Berechnung: erreichte Punkte geteilt durch die maximal erreichbare Punktzahl der beantworteten Fragen (zwei Punkte je Frage), mal 100. Fragen mit „N. z.“ bleiben unberücksichtigt. Ihre Antworten fließen ausschließlich anonym – ohne Namen, IP-Adresse oder sonstigen Personenbezug – in die Statistik des Selbsttests ein (siehe Datenschutzerklärung). Das PDF wird lokal in Ihrem Browser erstellt.

Auswertung

80–100 %Gut vorbereitet, aber weiter entwicklungsbedürftig. Wesentliche Grundlagen sind vorhanden. Entscheidend ist nun, ob sie unter realem Druck, bei unklarer Faktenlage und über Bereichsgrenzen hinweg funktionieren.
60–79 %Solide Ansätze, relevante Lücken. Einzelne Maßnahmen und Dokumente sind wahrscheinlich vorhanden, aber die Verzahnung von Lagebild, Führung, Kommunikation und Stakeholder-Management ist nicht durchgehend belastbar.
40–59 %Erhöhtes Risiko. Die Organisation kann auf einen Vorfall reagieren, dürfte aber bei einer dynamischen öffentlichen Krise an Geschwindigkeit, Konsistenz oder Koordination verlieren.
unter 40 %Akuter Handlungsbedarf. Zentrale Voraussetzungen für eine wirksame Krisenkommunikation fehlen oder sind nicht ausreichend abgesichert. Reputations-, Vertrauens- und Folgeschäden können dadurch erheblich steigen.

Hinweis zur Einordnung

Krisenkommunikation ist keine Summe einzelner Checklisten, Vorlagen und Ansprechpartner. Sie ist ein System aus Entscheidungen, belastbaren Informationen, eingespielten Rollen, funktionierenden Kanälen und glaubwürdiger Ansprache unterschiedlicher Anspruchsgruppen.

Ein mittleres Ergebnis ist deshalb kein Nachweis mangelnder Kompetenz. Es kann jedoch ein Anlass sein, die eigene Vorbereitung durch einen neutralen Blick, einen Szenario-Workshop, eine Krisenstabsübung, einen Audit des Krisenhandbuchs oder eine Analyse von Stakeholder- und Medienrisiken zu überprüfen. Ziel ist es, Annahmen unter realistischen Bedingungen zu testen und blinde Flecken frühzeitig sichtbar zu machen.

Sie möchten Ihre Ergebnisse fundiert interpretieren oder

Ihre Krisenvorsorge gezielt weiterentwickeln?

Wir unterstützen Sie dabei, aus dem Selbstcheck konkrete nächste Schritte abzuleiten – etwa durch einen ausführlichen Readiness-Check, einen Szenario-Workshop, die Analyse Ihres Krisenkommunikationshandbuchs, eine Stakeholder- und Risikobetrachtung oder eine realitätsnahe Krisensimulation.

Sprechen Sie uns an: Gemeinsam identifizieren wir die relevantesten Handlungsfelder und entwickeln einen Fahrplan für eine belastbare Krisenprävention.

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